Lagerung und Pflege von mongolischen Jurten


wichtig ist immer eine trockene Lagerung

Feuchtigkeit


Plastikplane zum Regenschutz in der Mongolei

Das Klima in der Mongolei ist kontinental geprägt und somit bis auf den Sommer recht trocken. In Europa ist das Wetter sehr wechselhaft und oftmals auch recht feucht. Daher muss man beim Aufbau der Jurte darauf achten, dass nach einem Regen die Jurten auch wieder trockenen kann.
Daher sollte die Jurte immer an einem sonnigen und luftigem Platz aufgebaut werden (Bäume und Gebäude stören hierbei sehr). Eine große Quelle der Feuchtigkeit ist oftmals der feuchte Naturboden, da von hier die Feuchtigkeit in die Jurte zieht. Es empfiehlt sich bei dauerhaften Nutzung einen festen Untergrund zu errichten (Holzboden, gepflasterte Terrasse, Podest ...) und nicht auf der feuchten Wiese aufzubauen.
Die Jurte kann nicht dauerhaft unbewohnt stehen gelassen werden. Regelmäßig muss nach der Jurte gesehen, die Seile nachgespannt und mit dem Ofen geheizt werden. Es empfiehlt sich zwischen Boden und Filzwand eine kleine Lücke zu lassen, so dass die Luft zirkulieren kann und die Jurte gelüftet wird.
Im Winter muss von der Jurte regelmüßig der Schnee abgekehrt werden, da ansonsten durch das Gewicht Einsturzgefahr besteht.
Man muss bedenken, dass die Jurte kein Plastikzelt ist, welches vollkommen wasserdicht ist.
Bei sinnflutartigen Regenfällen ist es oftmals hilfreich eine günstige Plastikplane aus dem Baumart zu holen und diese unter den Überzug auf den Filz zu legen. Für den Öfteren Einsatz kann die Plastikplane auch zugeschnitten werden.

Es ist auch zu empfehlen die Stoffteile mit Imprägnierung z.B. NIKWAX oder outdoor zu imprägnieren.

Heizung

Sicherheitsregeln für das Benutzen des Ofen's in der Jurte!!!
Um den Brandschutz zu gewährleisten sind folgende Mindestabstände einzuhalten:
Ofen zu brennbaren Bestandteilen: 40 cm (Auch nach unten, kein brennbarer Fußboden)
Das Rauchrohr zu brennbaren Teilen: 20 cm (Hier empfiehlt es sich mit einem Blech oder Draht den Abstand zum Mittelkranz (toono) herzustellen
Diese Abstände dürfen bis zur Hälfte verringert werden, wenn ein von beiden Seiten belüfteter Schutz gegen Wärmestrahlung angebracht wird.
Die Außenflächen des Ofen werden sehr heiß, bitte nicht mit bloßen Händen anfassen.

Von der Nutzung von Öfen ohne Ofenrohr bzw, offenem Feuer wird abgeraten, da die Abgase in die Jurte ziehen.
Die Nutzung von Gasöfen ist Lebensgefährlich da es hier zu Erstickungen kommen kann. Auch entsteht bei der Verbrennung von Gas in großen Mengen Wasserdampf der sich dann an den Wänden der Jurten niederschlägt und zu Schimmelbefall führen kann..

Motten

Die größte Gefahr für die Jurte ist die Motte (Kleinschmetterlings-Familie Tineidae). Der Filz einer Jurte ist das gefundene Festessen für Motten. Die Nachkommenschaft einer einzelnen Motte kann in einem Jahr 40 Kilogramm Wolle verputzen und somit einen großen Schaden anrichten.
Bei der Lagerung kann man die Jurte einmotten, indem man in Essigwasser gelegte Lappen zwischen die Filzbahnen legt. Das empfiehlt sich wegen des leicht sauren Geruchs für selten aufgebaute Jurten. Vor dem Aufbau muss dann den Filz erstmal etwas auslüften.
Motten mögen keine starken Gerüche wie z.B.: Lavendel, Salbei, Thymian, Kampfer ...
Diese Dinge kann man in Säckchen zwischen die Bahnen stecken.
Gegen Motten helfen auch getrocknete Kastanien die man grosszügig auslegt. Ein Mottenschutz der keinen Cent kostet. Ansonsten hilft auch der allgemeine Mottenschutz für Kleider wie er in jedem Supermarkt zu bekommen ist.

Wind


Seil Verankerung in der Mongolei

Auch in Europa nimmt die Zahl der Stürme zu, so dass man diesen Aspekt nicht vernachlässigen sollte.
Im Zentrum des Dachkranzes wird ein Seil befestigt, an dieses wird bei starkem Wind oder Sturm z. B. ein großer Stein, ein schwerer Sack, oder die Holztruhe oder ähnliches befestigt und der Jurte dadurch zusätzliche Stabilität verliehen. Im Notfall kann sich auch die Familie an dieses Seil hängen und so dem Sturm trotzen. Zusätzlich kann man auch seile über die Jurte spannen und im Boden verankern.

Lagerung

Bei der Einlagerung müssen Filz und Stoffplanen ganz trocken sein, um Schimmelbildung und Vermoderung zu verhindern. Die Jurte wird normalerweise im trockenem Zustand abgebaut. Es sollte zusätzlich genügen sie vor der Einlagerung noch einige Stunden in die Sonne zu legen. Danach wird alles zusammengelegt und trocken gestapelt. Bei der Lagerung ist auf Mäuse (Nager) und Motten zu achten.
Die Wände werden zusammengestellt und vorzugsweise stehend gegen eine Wand gelagert. Die Dachstangen werden in zwei Bündel zusammengebunden. Bemalte Teile sollten so gelagert werden, dass die Bemalung nicht beschädigt wird. Besonders vorsichtig muss mit dem Dachkranz (toono) umgegangen werden.

 

 

   
   

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Last Update: 01. Januar 2017